Der Ohrabdruck

Der Ohrabdruck ist der wesentlichste Teil für eine individuelle Ohranpassung

Für die Herstellung von individuellen Ohranpassungen (Otoplastiken) wird aktuell noch immer ein Ohrabdruck benötigt. Hierzu wird mittels einer Abformspritze oder Pistole und der entsprechenden Silikonabformmasse eine Abformung des Gehörganges als auch der Ohrmuschel genommen. Die Ohrabformung als Tätigkeit setzt sehr gute anatomische Kenntnisse sowie die entsprechende fachliche Qualifikation voraus. Die optimalen Voraussetzungen hierzu erfüllt der Hörgeräte-Akustiker. Auch die verwendeten Materialen müssen unbedingt für eine Ohrabformung geeignet sein.

Die Ohrabformung
Bevor überhaupt mit dem Ohrabdruck gestartet wird, erfolgt eine Befundaufnahme (Anamnese). Dadurch wird sichergestellt, dass keine gesundheitlichen Gründe gegen einen Ohrabdruck im Wege stehen. Als nächstes wird das Ohr inkl. Gehörgang mit einem Otoskop beschaut, vor allem die Beschaffenheit des Gehörganges. Nun wird zum Schutz des Trommelfelles eine Tamponade (Schaumstoff- oder Wattepad) im Gehörgang platziert. Nochmalige Kontrolle der Tamponade auf richtige und vollständige Platzierung stellt sicher, dass während der Abformung kein Abformmaterial daran vorbei geht. Erst jetzt wird der Gehörgang als auch die Ohrmuschel in einem Zug vollständig und blasenfrei mit Abformmaterial gefüllt. Nach ca. 3 – 5 Minuten ist der Abdruck ausgehärtet und kann mit einer leichten Dreh- und Zugbewegung aus dem Ohr entnommen werden.
Der freundliche Akustiker belüftet das Ohr vor dem Entnehmen mit einem leichten Zug am Ohrläppchen!
Abschließend wird der Gehörgang als auch die Ohrmuschel auf Unversehrtheit kontrolliert.